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Spaniens Ausweg aus der Schuldenkrise
Ohne Geld aus dem Rettungsschirm der EU versucht Spanien seine Staatskrise zu meistern. Anders als in Griechenland konnten grosse Kredite im eigenen Land aufgenommen werden.Schrittweise werden die dringensten Probleme angegangen, da Spanien nicht so sehr unter einer hohen Staatsverschuldung, sondern vielmehr unter dem enormen Haushaltsdefizit zu leiden hat. Weitere kritische Punkte sind die hohe Arbeitslosigkeit, faule Immobilienkredite, das marode Bankensystem, die geringe Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit und insbesondere auch der hohe Verschuldungsgrad von Privatpersonenund Unternehmen.
Die Regierung hat bereits die Mehrwert- und die Einkommenssteuer erhöht und die Ausgaben - z.B. durch Kürzung der Gehälter und Löhne von öffentlich Beschäftigten - gesenkt.
Nationaler Finanzsektor soll mehr kontrolliert werden
Wenn im nächsten Jahr das europäische Parlament und die 27 Mitgliedsstaaten der EU zustimmen, werden die nationalen Aufsichtsbehörden für die Kontrolle des gesamten Finanzsektors mehr Macht bekommen.Mutterkonzerne und Holdings von Unternehmen, die sowohl im Banken- als auch im Versicherungssektor tätig sind ( Beispiel: Allianz-Konzern ) wurden bisher entweder von der Banken- oder der Versicherungsaufsicht kontrolliert. Als Lehre aus der Wirtschaftskrise sollen die nationalen Behörden Befugnisse erhalten, das gesamte Tätigkeitsfeld der Multikonzerne unter die Lupe zu nehmen.
Euro-Rettungsschirm ist funktionstüchtig
Der im Juni 2010 von den 27 EU-Staaten vereinbarte Rettungsschirm zur Verhinderung von Staatspleiten ist installiert.Auch Italien hat nun als letztes Land die Zustimmung zu den Rahmenbedingungen des Fonds gegeben.
Die Mitgliedsstaaten der europäischen Union haben einen Pool geschaffen, mit einem Volumen von bis zu 444 Milliarden Euro, aus dem nun bei Bedarf und nach eingehender Prüfung Kredite an die Länder der EU vergeben werden können, in denen eine drohende Pleite des Staates abgewendet werden muss.
Unternehmer der besonderen Art ist tot
Der Unternehmensgründer von ALDI Nord, Theo Albrecht, ist letzte Woche im Alter von 88 Jahren gestorben.Der stets unauffällig und bescheiden lebende Chef des national und international bekannten Handelsunternehmens setzte von Beginn an auf Qualität und einen erschwinglichen Preis der verkauften Produkte, auf eine effiziente Struktur und kontinuierliches Wachstum.
Bis heute hat die Unternehmensgruppe ALDI Nord keinerlei finanzielle Verbindlichkeiten. Das gesamte Firmenvermögen ist in Stiftungen gebunden.
Mit großer Vorausschau traf der Firmengründer zu Lebzeiten Nachfolgeregelungen, die die Weitertentwicklung des Unternehmens und somit auch den Erhalt von weltweit ca. 50.000 Arbeitsplätzen garantiert.
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